Unverhofft früher Start in die Freiburger Segelflug-Saison – Dank elektrischem Start

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100% Emissionsfrei in die Luft

Was nur ein kurzer Trainingsflug vor Saison-Beginn werden sollte, läutete am Sonntag, den ersten März unverhofft die neue Segelflugsaison 2026 im Streckensegelflug ein. Aber von vorne:

Traditionell starten die Freiburger Segelflugvereine mit dem einwöchigen Osterfluglager jeweils in die neue Flugsaison, da sich ab diesem Zeitpunkt thermisch geeignete Bedingungen etablieren. Dementsprechend befinden sich momentan quasi alle Segelflugzeuge, wie auch unser Schleppflugzeug, noch mehr oder minder in der Winterwartung. Einzig und allein der am Flugplatz neu erworbene, elektrisch eigenstartfähige Einsitzer, der liebevoll auf den Namen „Freiburg“ getauft ist, war aufgrund des geringen Wartungsaufwandes bereits voll einsatzbereit.

Dieser Zustand wurde von unserem Vereinsmitglied Florian am ersten März ad hoc genutzt, um so auf rein elektrische Weise einen kurzen Trainingsflug zu absolvieren. Dabei wurde aufgrund der Tatsache, dass man sich erst so früh im Jahr befindet, dem Wetterbericht zum Streckenflug-Wetter quasi keine Beachtung geschenkt. Demnach zog abends zuvor eine Kaltfront durch und am Sonntag stellte sich nun Hochdruckeinfluss ein. Eigentlich müsste hier jeder Segelflieger hellhörig werden.

So verwunderte es nicht, dass nach dem Start um 12 Uhr bereits nach vier Minuten  – elektrischer – Motorlaufzeit die erste Thermik über Gundelfingen erreicht war. Dabei war die Wolkenoptik in thermischer Hinsicht bereits jetzt wirklich „lecker“: Nach Norden gen Kinzigtal und weiter gen Hornisgrinde standen wunderschöne, wenn auch noch recht tief stehende Thermikwolken am Himmel. Das Tagesziel in Sachen Streckenflug war also klar, einmal bis dorthin und zurück. Dabei durfte der bis dato noch frühe Sonnenuntergang nicht aus den Augen verloren werden.

Tatsächlich war das Ziel, die Hornisgrinde bereits eine gute Stunde später erreicht. Die Thermik war einfach schon sehr gut. Wenn jetzt noch der Heimweg gemeistert würde, wäre das Tagessoll mehr als erreicht. Aber nicht nur das gelang. Zurück bei querab Waldkirch offenbarte sich eine ungewohnt – und auch selten – gute Wolkenoptik gen Colmar und Vogesen, also war die „Challenge Accepted“: Die Thermik am Kaiserstuhl ermöglichte den Sprung über den Rhein und kurz vor Colmar gab es dann den „Lift“ des Tages, der den Weiterflug bis an den Vogesen-Hauptkamm in stolzen 2 Kilometern Höhe ermöglichte.

Mit dieser Höhe brauchte es zurück nach Freiburg nicht mehr wirklich viel Thermik, so dass die restliche Höhe noch zu einem Schlenker bis zum Belchen im Südschwarzwald genutzt werden konnte. Nach viereinhalb Stunden Flugzeit stand dann die Landung an, wobei die Daten für sich sprechen: Mit einer Gesamtflugstrecke von 318 km und eine Schnittgeschwindigkeit von 72 Km/h konnte in der deutschen Streckensegelflugwertung Platz 14 erreicht werden. Dabei können der Flugverlauf und die Wertung unter https://www.weglide.org/flight/1009616 nachvollzogen werden. Das Fazit ist klar: Dieser Flug hat den Appetit der Freiburger Streckensegelfliger geweckt und macht Vorfreude auf die kommenden Highlights der Saison, das Osterfluglager und auch den für jeden Freiburger willkommenen „Open Airport 2026“. Infos hierzu finden sich unter dem Link Open Airport Freiburg / Tage der offenen Hangartore 2026 – Akaflieg Freiburg e.V.

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